SOFR-Optionen handeln

Nach der erfolgreichen Markteinführung am 7. Mai 2018 haben sich Liquidität, Preisbildung, Handelsumsatz und Open Interest von Futures auf einen besicherten Overnight-Zinssatz („secured overnight financing rate“; „SOFR-Futures“) so gut entwickelt, dass Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures nur der logische nächste Schritt im Aufbau des SOFR-Ökosystems ist. Solche SOFR-Optionen bringt die CME am 6. Januar 2020 auf den Markt1. Die Optionen können im CME-Parketthandel („Open Outcry“), über CME Globex oder als Block Trade über CME ClearPort gehandelt werden,  wobei jede dieser Plattformen tiefe und vielfältige Liquiditätspools bietet.

Das Kontraktdesign der SOFR-Optionen entspricht fast vollständig dem von Optionen auf Dreimonats-Eurodollar-Futures („Eurodollar-Optionen“).  Einzelheiten zu den SOFR-Optionen werden hier vorgestellt:

  • Produktfamilie
  • Kontraktspezifikationen
  • Volatilität von Dreimonats-SOFR- und Eurodollar-Futures im Vergleich
  • Spread-Handel mit SOFR- und Eurodollar-Optionen

Produktfamilie

Die Kontraktfälligkeiten der Optionen stellt sich grundsätzlich wie folgt dar:

  • Standard-Quartalsoptionen (SR3) mit Verfalltermin in den nächsten 16 Quartalsmonaten des Zyklus März-Juni-September-Dezember („März-Quartalszyklus“); Standard-Monatsoptionen (SR3) mit Verfalltermin in den nächsten vier Kalendermonaten außerhalb dieses Quartalszyklus (Januar, Februar, April, Mai, Juli, August, Oktober, November);
  • quartalsweise Einjahres- (S0), Zweijahres- (S2), Dreijahres- (S3), Vierjahres- (S4) und Fünfjahres- (S5) Midcurve-Optionen mit Verfalltermin in jedem der fünf nächsten Quartalsmonate des März-Quartalszyklus; monatliche Einjahres-, Zweijahres-, Dreijahres-, Vierjahres- und Fünfjahres-Midcurve-Optionen mit Verfalltermin in jedem der vier nächsten Kalendermonate außerhalb des März-Quartalszyklus; sowiequartalsweise Dreimonats-, Sechsmonats- und Neunmonats-Midcurve-Optionen mit Verfalltermin im jeweils nächsten Verfallsmonat des März-Quartalszyklus; monatliche Dreimonats-, Sechsmonats- und Neunmonats-Midcurve-Optionen mit Verfalltermin in den jeweils zwei nächsten Verfallsmonaten außerhalb des März-Quartalszyklus; und
  • wöchentliche Einjahres-, Zweijahres- und Dreijahres-Midcurve-Optionen mit Verfalltermin an den jeweils zwei nächsten Freitagen, auf die kein Verfalltermin quartalsweiser oder monatlicher Optionskontrakte fällt.

Die Tabelle in Anhang 1 zeigt das vollständige Spektrum an Verfallsterminen zur Markteinführung, mit den dazugehörenden Kontrakt-Codes und den zugrunde liegenden Future-Kontrakten.

Kontraktspezifikationen

Die Kontraktspezifikationen sind in Anlage 2 zusammengefasst.  Grundsätzlich entsprechen das Produktspektrum der Optionsfamilie, die dazu gehörenden Kontraktverfallstermine und die Merkmale der Optionskontrakte den bestehenden CME-Eurodollar-Optionskontrakten.  Wie nachstehend erläutert, liegen die wesentlichen Unterschiede im Zeitpunkt des Handelsendes für verfallende Optionskontrakte sowie in der Konvention für die Bestimmung des Basiswertes einer Option.

Anlage 2

Kontraktspezifikationen für Optionen auf CME Dreimonats-SOFR-Futures
(Alle Zeitangaben beziehen sich auf Ortszeit Chicago.)

Basiswert

Jede Option kann in einen (1) festgelegten CME Dreimonats-Future-Kontrakt ausgeübt werden.

Verfalltermine

Standard-Quartalsoptionen:  Verfallmonate des März-Quartalszyklus (Mrz/Jun/Sep/Dez)
Standard-Monatsoptionen:  Verfallmonate außerhalb des März-Quartalszyklus (Jan/Feb/Apr/Mai/Jul/Aug/Okt/Nov)

Quartalsweise Einjahres-, Zweijahres-, Dreijahres-, Vierjahres- und Fünfjahres-Midcurve-Optionen:  Verfallmonate des März-Quartalszyklus
Monatliche Einjahres-, Zweijahres-, Dreijahres-, Vierjahres- und Fünfjahres-Midcurve-Optionen:  Verfallmonate außerhalb des März-Quartalszyklus
Wöchentliche Einjahres-, Zweijahres- und Dreijahres-Midcurve-Optionen:  Festgelegte Freitage

Quartalsweise Dreimonats-, Sechsmonats- und Neunmonats-Midcurve-Optionen:  Verfallmonate des März-Quartalszyklus
Monatliche Dreimonats-, Sechsmonats- und Neunmonats-Midcurve-Optionen:  Verfallmonate außerhalb des März-Quartalszyklus

Ausübungs-
preisintervalle

Für Optionen eines bestimmten Verfalltermins stehen Ausübungspreise bei jedem Vielfachen von 0,25 Preispunkten des Basiswertes („Punkte“ bzw. „Preispunkte“) in einem Bereich von 5,50 Punkten über bis 5,50 Punkte unter dem aktuellen Ausübungspreis am Geld zur Verfügung sowie in einem Bereich von 1,50 Punkten über bis 1,50 Punkte unter dem aktuellen Ausübungspreis am Geld bei jedem Vielfachen von 0,125 Punkten.

Der Ausübungspreis am Geld ist derjenige Optionsausübungspreis, der am nächsten zum Abrechnungspreis des Basiswerts der Option vom Vortag liegt.

Mindestpreis-
veränderung
der Optionen

Quotierung in Preispunkten des Basiswerts der Option, mit einem Kontraktwert von USD 2.500 pro Option, wie folgt:
Outright-Handel von Standard-Quartalsoptionen mit Verfalltermin im nächsten Monat des März-Quartalszyklus
0,0025 Punkte (USD 6,25 pro Kontrakt), wenn die Option zum nächsten monatlichen Termin[LE1]  verfällt – ansonsten
   0,0025 Punkte (USD 6,25 pro Kontrakt) bei einer Optionsprämie von maximal 0,05 Punkten und
   0,005 Punkte (USD 12,50 pro Kontrakt) bei einer Optionsprämie über 0,05 Punkten

Outright-Handel von Standard-Quartalsoptionen mit Verfalltermin im übernächsten Monat des März-Quartalszyklus, Standard-Monatsoptionen und Dreimonats-Midcurve-Optionen
0,0025 Punkte (USD 6,25 pro Kontrakt) bei einer Optionsprämie von maximal 0,05 Punkten und
0,005 Punkte (USD 12,50 pro Kontrakt) bei einer Optionsprämie über 0,05 Punkten

Outright-Handel von allen anderen Standard-Quartalsoptionen und allen anderen Midcurve-Optionen
0,005 Punkte (USD 12,50 pro Kontrakt); für „Cabinet Trades“ zur Glattstellung von stark aus dem Geld liegenden Optionspositionen: 0,0025 Punkte (USD 6,25 pro Kontrakt)

Options-Spreads/Kombinationen
0,005 Punkte bzw. in folgenden Fällen 0,0025 Punkte:
(1) der Spread bzw. die Kombination beinhaltet nur Standard-Quartalsoptionen mit Verfall im nächsten Monat des März-Quartalszyklus und eine Komponente des Spreads bzw. der Kombination verfällt zum nächsten monatlichen Verfalltermin, oder
(2) der Spread bzw. die Kombination wird zu einer Nettoprämie von mindestens -0,05 Punkten und maximal 0,05 Punkten gehandelt und eine Komponente des Spreads bzw. der Kombination verfällt zum nächsten bzw. übernächsten Verfalltermin des März-Quartalszyklus oder ist eine Standard-Monatsoption bzw. eine Dreimonats-Midcurve-Option

Handelsschluss

Der Handel mit auslaufenden Optionen endet am letzten Handelstag, in der Regel um 16:00 Uhr.

Für alle Option außer wöchentlichen Midcurve-Optionen ist der letzte Handelstag der Freitag vor dem dritten Mittwoch des Verfallmonats der Option.  Für wöchentliche Midcurve-Optionen ist der letzte Handelstag jeder Freitag, an dem kein Verfall von Standard- Quartalsoptionen oder Standard-Monatsoptionen vorgesehen ist.

Optionsausübung

Amerikanische Option:  Der Käufer kann die Option an jedem Handelstag ausüben.  Das Clearingmitglied des Optionskäufers muss CME Clearing die Ausübung bis spätestens 17:30 Uhr am Ausübungstag anzeigen.  Alle verfallenden und zum Handelsschluss ausstehenden, nicht ausgeübten Optionen verfallen um 17:30 Uhr am letzten Handelstag und werden automatisch ausgeübt, sofern keine anders lautenden Instruktionen vorliegen.

Positionslimite und
Meldepflicht für Positionen

Schwellenwert für die Berichtspflicht: 850 Kontrakte für Standard-Quartalsoptionen und Standard-Monatsoptionen – 25 Kontrakte für alle anderen Optionen

Positionslimit-Schwellenwert („Position Accountability“) für einzelne Kontraktmonate sowie für alle Kontraktmonate: 10.000 Kontrakte

Handelszeiten
und Ausführungsort

Parketthandel („Open Outcry“):  Montag – Freitag, 7:20 – 14:00 Uhr
CME Globex:  Sonntag – Freitag, 17:00 – 16:00 Uhr

Optionen werden – vorbehaltlich der Bestätigung der Kontraktbedingungen durch die US-Terminmarktaufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission – gemäß des Regelwerks der Chicago Mercantile Exchange gehandelt.

Matching-Algorithmus für CME Globex

Pro-rata-Schwellenwert für den führenden Market-Maker („Q-Algorithmus“)

Ausführungszuteilung für die beste Order („Top Order“): 25 %  Top-Order-Minimum: 50 Kontrakte  Top-Order-Maximum: 1.500 Kontrakte

Mindestgrößen für
Block Trading

625 Kontrakte während asiatischer Handelszeiten (Montag – Freitag 16:00 – 00:00 Uhr an Geschäftstagen sowie am Wochenende)
1.250 Kontrakte während europäischer Handelszeiten (Montag – Freitag 00:00 – 07:00 Uhr an Geschäftstagen)
2.500 Kontrakte während normaler Handelszeiten (Montag – Freitag 07:00 – 16:00 Uhr an Geschäftstagen)

Kontrakt-Codes

Standard-Quartalsoptionen und Standard-Monatsoptionen:  SR3

Dreimonats-Midcurve-Optionen:  TS2
Sechsmonats-Midcurve-Optionen:  TS3
Neunmonats-Midcurve-Optionen:  TS4

Einjahres-Midcurve-Optionen:  S0 („S null“)

Wöchentliche Einjahres-Midcurve-Optionen:  S01, S02, S03, S04, S05 („S null-eins”, … )
Zweijahres-Midcurve-Optionen:  S2
Wöchentliche Zweijahres-Midcurve-Optionen:  S21, S22, S23, S24, S25
Dreijahres-Midcurve-Optionen:  S3
Wöchentliche Dreijahres-Midcurve-Optionen:  S31, S32, S33, S34, S35
Vierjahres-Midcurve-Optionen:  S4
Fünfjahres-Midcurve-Optionen:  S5

Handelsschluss

Der Handel in jedem verfallenden Optionskontrakt endet zum Handelsschluss an einem bestimmten Freitag.  Für Standard-Quartalsoptionen, Standard-Monatsoptionen, quartalsweise oder monatliche Midcurve-Optionen ist dies beispielsweise der Handelsschluss auf CME Globex am Freitag vor dem dritten Mittwoch des Verfallmonats der Option.

Für Standard-Quartalsoptionen unterscheidet sich dies von Standard-Quartalsoptionen auf CME Dreimonats-Eurodollar-Futures, bei denen der Handelsschluss für alle Optionen mit dem Handelsschluss für die dem Optionskontrakt zugrunde liegenden Dreimonats-Eurodollar-Futures zusammenfällt (planmäßig um 11:00 Uhr Ortszeit London – meist 05:00 Uhr Ortszeit Chicago am Montag vor dem dritten Mittwoch des Kontraktmonats für Optionen und die zugrunde liegenden Future-Kontrakte).

Basiswert

Jede Option kann in einen festgelegten CME Dreimonats-SOFR-Future-Kontrakt (den „Future“) ausgeübt werden.  „Kritische“ Termine für einen Future-Kontrakt spielen bei der Festlegung, welcher Future-Kontrakt als Basiswert für einen Optionskontrakt dienen soll, eine entscheidende Rolle.

Zur Veranschaulichung betrachten wir einen hypothetischen Future-Kontrakt, dessen Endabrechnung im Dezember stattfindet.  Der Schlussabrechnungspreis des Kontrakts wird auf Basis des (gemäß CME-Regel 46003.A ermittelten) annualisierten, täglich verzinsten Zinssatzes für besicherte Overnight-Finanzierungen (SOFR) während des Referenzquartals des Future-Kontrakts ermittelt; dieser Referenzzeitraum beginnt mit dem dritten Mittwoch des vorhergehenden Monats September (und schließt diesen ein) und läuft bis zum dritten Mittwoch im Dezember (und schließt diesen aus).[1]  Anhand der Bezeichnungskonvention der Börse für Dreimonats-SOFR-Futures würde dieser hypothetische Future entsprechend des Monats, in dem sein Referenzquartal beginnt, als September-Kontrakt bezeichnet, nicht als Dezember-Kontrakt.

Die Zuordnung des Basiswerts für jede Option erfolgt anhand des Monats, in dem das Referenzquartal des Future-Kontrakts beginnt. Somit ist jede Option in einen Future-Kontrakt ausübbar, der ab Verfalltag der Option eine Restlaufzeit von mindestens drei Monaten aufweist:

  • Eine wie in Anlage 2 zusammenfassend dargestellte Standard-Monatsoption mit Verfalltermin im Oktober oder November führt bei Ausübung zu einem Dezember-Future, dessen Referenzquartal vom dritten Mittwoch im Dezember (einschließlich) bis zum dritten Mittwoch des darauf folgenden März (ausschließlich) läuft.
  • Eine Standard-Monatsoption mit Verfalltermin im Juli oder August führt bei Ausübung zu einem September-Future, dessen Referenzquartal vom dritten Mittwoch im September (einschließlich) bis zum dritten Mittwoch des darauf folgenden Dezember (ausschließlich) läuft.
  • Eine wie in Anlage 2 zusammenfassend dargestellte Standard-Quartalsoption mit Verfalltermin im September führt bei Ausübung ebenfalls zu einem September-Future, dessen Referenzquartal vom dritten Mittwoch im September bis zum dritten Mittwoch des darauf folgenden Dezember läuft.

Im Gegensatz hierzu führt eine im September verfallende Standard-Quartalsoption auf einen Dreimonats-Eurodollar-Future bei Ausübung zu einem (fälligen) September-Kontrakt im Dreimonats-Eurodollar-Future, dessen Schlussabrechnung auf den gleichen Tag fällt wie Verfall, letztmögliche Ausübung und Zuteilung der Option.

Beide werden als September-Kontrakte bezeichnet; der Zinsrisikozeitraum für den Future-Kontrakt ist letztlich der gleiche wie für die Option.  Es ist wesentlich, dass der Abrechnungstag für den hypothetischen Dreimonats-Refinanzierungssatz für Banken, der dem Dreimonats-Eurodollar-Future (ED) zugrunde liegt – der dritte Mittwoch im September 2019 – exakt dem Beginn des Referenzquartals für den Dreimonats-SOFR-Future (SFR) entspricht, also dem Zeitraum, in dem die tägliche SOFR-Verzinsung erfolgt.

Ausübungspreisintervalle

Optionen auf SOFR-Futures („SOFR-Optionen“) werden mit Ausübungspreisintervallen von 25 Basispunkten (0,25 IMM-Indexpunkten) bzw. 12,5 Basispunkten (0,125 IMM-Indexpunkten) gehandelt.

Die Ausübungspreise mit Intervallen von 25 Basispunkten werden täglich in einer Bandbreite von 550 Basispunkten (5,50 IMM-Indexpunkten) über und unter dem Ausübungspreis notiert, der am nächsten am Geld liegt.  Gehen wir beispielsweise davon aus, dass auf Basis der Handelsaktivität des Vortags ein Ausübungspreis von 95,00 am nächsten am Geld liegt,  würden die Abstufungen von 25 Basispunkten einen höchsten Ausübungspreis von 100,50 ergeben – mit den folgenden Ausübungspreisen, die um 100 Basispunkte (1,00 IMM-Indexpunkt) über dem am nächsten am Geld liegenden Ausübungspreis liegen: 95,25, 95,50, 95,75, 96,00.  Gleichermaßen würde die Abstufungen von 25 Basispunkten einen niedrigsten Ausübungspreis von 89,50 ergeben – mit den folgenden Ausübungspreisen, die um 100 Basispunkte (1,00 IMM-Indexpunkt) unter dem am nächsten am Geld liegenden Ausübungspreis liegen: 94,75, 94,50, 94,25, 94,00.  

Die Ausübungspreise mit Intervallen von 12,5 Basispunkten werden täglich in einer Bandbreite von 150 Basispunkten (1,50 IMM-Indexpunkten) über und unter dem Ausübungspreis notiert, der am nächsten am Geld liegt.  Gehen wir beispielsweise davon aus, dass auf Basis der Handelsaktivität des Vortags ein Ausübungspreis von 95,00 am nächsten am Geld liegt,  würden die Abstufungen von 12,5 Basispunkten einen höchsten Ausübungspreis von 96,50 ergeben – mit den folgenden Ausübungspreisen, die um 50 Basispunkte (0,50 IMM-Indexpunkt) über dem am nächsten am Geld liegenden Ausübungspreis liegen: 95,125, 95,25, 95,375, 95,50.  Gleichermaßen würde die Abstufungen von 12,5 Basispunkten einen niedrigsten Ausübungspreis von 93,50 ergeben – mit den folgenden Ausübungspreisen, die um 50 Basispunkte (0,50 IMM-Indexpunkt) unter dem am nächsten am Geld liegenden Ausübungspreis liegen: 94,875, 94,75, 94,625, 94,50.  

Mindestpreisveränderung der Optionen

Anwender von Eurodollar-Optionen werden mit der Preisbildung von SOFR-Optionen vertraut sein:  Diese basieren auf 100 Basispunkten (1,00 IMM-Indexpunkt), die einem Kontraktwert von USD 2.500 entsprechen.  Somit entsprechen 0,01 IMM-Indexpunkte USD 25 pro gehandeltem Kontrakt.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen liegt die kleinste Preisveränderung von SOFR-Optionen bei einem halben Basispunkt (0,005 IMM-Indexpunkten) oder USD 12,50 pro Kontrakt.

Optionen im unmittelbar bevorstehenden Verfallmonat können in Preisabstufungen von einem viertel Basispunkt (0,0025 IMM-Indexpunkten) bzw. USD 6,25 pro Kontrakt quotiert werden.  Auch einige Spreads können mit Preisabstufungen von einem viertel Basispunkt quotiert werden.  Einzelheiten im Abschnitt „Mindestpreisveränderung der Optionen“ / „Options-Spreads/Kombinationen“ der Kontraktspezifikationen (Anlage 2).

Optionsausübung

SOFR-Optionen sind amerikanische Optionen,  deren Käufer an jedem Handelstag der Optionen zur Ausübung berechtigt ist.

Volatilität von Dreimonats-SOFR- und Eurodollar-Futures im Vergleich

Bei der Entwicklung von Optionspreismodellen sollten Händler potenzielle Volatilitätsunterschiede zwischen SOFR- und Eurodollar-Kontrakten berücksichtigen.  Basierend auf Preisdaten von Dreimonats-SOFR- und -Eurodollar-Futures für den Zeitraum von Juni 2018 bis November 2019 wurden folgende historische (annualisierte) Volatilitätsdaten und Korrelationen täglicher Preisveränderungen für den rollierenden ersten und fünften Quartalskontrakt ermittelt:

Anlage 3

Historische Volatilität und Korrelation von Dreimonats-SOFR- und Eurodollar-Futures

Produkt

Produkt-Code

Q1

Q5

Historische Volatilität

Dreimonats-Eurodollar-Futures

ED

20 %

30 %

Dreimonats-SOFR-Futures

SR3

22 %

28 %

 

 

Korrelation

 

 

0,900

0,970

„Q1“ und „Q5“ bezeichnet jeweils den rollierenden ersten und fünften quartalsweisen Kontraktmonat.
Datenquelle: CME Group

Die historischen Volatilitäten lagen auffallend nah beieinander und wichen im relativ stark volatilen Beobachtungszeitraum um nur zwei Prozentpunkte voneinander ab. Doch deutet die Abweichung der Korrelation zwischen dem ersten (0,900) und dem fünften Kontraktmonat (0,970) darauf hin, dass die zugrunde liegenden Zinssätze bei Annäherung an die Kontraktfälligkeit stärker voneinander abweichen. Die SOFR- und Eurodollar-Märkte ergänzen sich zunehmend.

Spread-Handel mit SOFR- und Eurodollar-Optionen

Seit Einführung von SOFR-Futures ist verstärkte Spreadhandels-Aktivität mit verwandten Future-Kontrakten der CME Group auf kurzfristige Zinssätze zu beobachten.  Dementsprechend schafft die Einführung von SOFR-Optionen zusätzliche Spread-Möglichkeiten für Relative-Value-Händler.  Marktteilnehmer können Spreads zwischen SOFR- und Eurodollar-Optionen über den Parketthandel („Open Outcry“), CME Globex oder als Block Trade über CME ClearPort ausführen.

Mittels der User Defined Spread (UDS)-Funktionalität können maßgeschneiderte Spreads über CME Globex aufgesetzt werden.  Die nachstehende Abbildung veranschaulicht zwei Arten potenzieller UDS-Spreads, die vor Markteinführung über CME Direct erzeugt wurden. 

Anlage 4

SOFR-Optionsspreads auf Globex

In der New Release-Umgebung der CME Group wurden am 2. Dezember 2019 folgende Spread-Quotierungen für Ausübungspreise am Geld für Juni-2020-Kontrakte beobachtet:

  • Straddle auf Standard-Quartalsoptionen (SR3): 98,500 Straddle Juni 2020 (Jun2020 98,500 STRD): 50,5 (Basispunkte) Geld für 500 Spreads – 52,5 (Basispunkte), Brief für 300 Spreads
  • Call-Spread – SOFR-Standard-Quartalsoptionen (SR3) / Eurodollar-Optionen (GE)  Kauf SR3-Calls Juni 2020 98,500 / Verkauf GE-Calls Juni 2020 98,375:  14,0 (Basispunkte) Geld für 500 Spreads – 16,0 (Basispunkte) Brief für 100 Spreads

Anhang

Die nachstehende Tabelle (Anlage 5) zeigt die Produkt-Codes für SOFR-Optionen.  

Anlage 5

CME-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Produktfamilie

Produkt

Globex-Tickersymbol

Globex RIC Root

Composite-Tickersymbol

Composite RIC Root

Pit-Tickersymbol

Pit RIC Root

Bloomberg-Code

Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

SR3

1SRA

SR3

SRA

S3O

2SRA

SFRF0C 100 Comdty

Einjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

S0

1SN

S0

SN

S0

2SN

0QF0C 100 Comdty

Zweijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

S2

1SL

S2

SL

S2

2SL

2QF0C 100 Comdty

Sechsmonats-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

TS3

1TS

TS3

TS

TS3

2TS

SRRF0C 100 Comdty

Neunmonats-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

TS4

1T4S

TS4

T4S

TS4

2T4S

SRWF0C 100 Comdty

Dreijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

S3

1SQ

S3

SQ

S3

2SQ

3QF0C 100 Comdty

Vierjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

S4

1SH

S4

SH

S4

2SH

4QF0C 100 Comdty

Fünfjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

S5

1SE

S5

SE

S5

2SE

5QF0C 100 Comdty

Dreimonats-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures

TS2

1T2S

TS2

T2S

TS2

2T2S

SRAF0C 100 Comdty

Wöchentliche Einjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 1

S01

1SN1W

S01

SN1W

S01

2SN1W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Einjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 2

S02

1SN2W

S02

SN2W

S02

2SN2W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Einjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 3

S03

1SN3W

S03

SN3W

S03

2SN3W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Einjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 4

S04

1SN4W

S04

SN4W

S04

2SN4W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Einjahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 5

S05

1SN5W

S05

SN5W

S05

2SN5W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Zweijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 1

S21

1SL1W

S21

SL1W

S21

2SL1W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Zweijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 2

S22

1SL2W

S22

SL2W

S22

2SL2W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Zweijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 3

S23

1SL3W

S23

SL3W

S23

2SL3W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Zweijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 4

S24

1SL4W

S24

SL4W

S24

2SL4W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Zweijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 5

S25

1SL5W

S25

SL5W

S25

2SL5W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Dreijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 1

S31

1SQ1W

S31

SQ1W

S31

2SQ1W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Dreijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 2

S32

1SQ2W

S32

SQ2W

S32

2SQ2W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Dreijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 3

S33

1SQ3W

S33

SQ3W

S33

2SQ3W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Dreijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 4

S34

1SQ4W

S34

SQ4W

S34

2SQ4W

wird noch festgelegt

Wöchentliche Dreijahres-Midcurve-Optionen auf Dreimonats-SOFR-Futures – Woche 5

S35

1SQ5W

S35

SQ5W

S35

2SQ5W

wird noch festgelegt

Die Börse hat eine Vereinbarung mit ICE Benchmark Administration Limited abgeschlossen, die die Börse berechtigt, ICE LIBOR als Grundlage zur Abrechnung von Dreimonats-Eurodollar-Futures zu verwenden und im Zusammenhang mit der Erstellung, Vermarktung, Förderung sowie Handel, Clearing und Abwicklung von Dreimonats-Eurodollar-Futures Bezug auf ICE LIBOR zu nehmen.

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Der Handel von Futures oder Swaps eignet sich nicht für alle Anleger und beinhaltet jeweils ein Verlustrisiko. Nur Anleger, die zugelassene Vertragspartner („Eligible Contract Participants“ – ECPs) im Sinne von § 1a Abs. 18 des US Commodity Exchange Act sind, sollten sich im Handel mit Swaps engagieren. Futures und Swaps sind Hebelprodukte: Da zum Handel nur ein bestimmter Prozentsatz des Kontraktwertes hinterlegt werden muss, kann der Verlust den hinterlegten Betrag übersteigen. Es sollten daher nur Mittel eingesetzt werden, deren Verlust der Händler ohne Auswirkungen auf seine Lebensführung verschmerzen kann. Darüber hinaus sollten diese Mittel nicht in voller Höhe bei einem einzelnen Geschäft eingesetzt werden, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass bei jedem Geschäft ein Gewinn erzielt wird. Alle Bezugnahmen auf Optionen lauten auf Optionen auf Future-Kontrakte.

Alle in diesem Research dargestellten Sichtweisen sind ausschließlich die Meinung des Autors, nicht notwendigerweise der CME Group oder ihrer verbundenen Unternehmen. Die CME Group hat die in dieser Präsentation enthaltenen Informationen ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken zusammengestellt und übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen. Sämtliche Beispiele, die in dieser Publikation enthalten sind, dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind nicht als Anlageberatung oder als Ergebnis tatsächlicher Markterfahrungen aufzufassen.

Sämtliche Inhalte bezüglich Regelungen und Spezifikationen unterliegen den offiziellen Regelwerken der Organisationen , die jeweils gültig sind. Bei Fragen zu Kontraktspezifikationen sind in jedem Fall die jeweils geltenden Regeln zu konsultieren.

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