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Gesponserter Artikel

11 AUGUST 2020

US-Wirtschaft: „Nowcasting“ mit alternativen Daten

By Blu Putnam, Chief Economist

  • 2 Sep 2020
  • By CME Group

Alle in diesem Research dargestellten Sichtweisen sind ausschließlich die Meinung des Autors, nicht notwendigerweise der CME Group oder ihrer verbundenen Unternehmen. Alle in dieser Präsentation dargestellten Beispiele sind hypothetische Interpretationen und werden nur zu Erläuterungszwecken verwendet. Dieser Bericht und die darin enthaltenen Informationen sind nicht als Anlageberatung oder als Ergebnis tatsächlicher Markterfahrungen aufzufassen.

Die Pandemie von 2020 hat private Haushalte, Unternehmen und Regierungen vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Zum Schutz der Bevölkerung schränkten Regierungen die Bewegungsfreiheit von Einzelpersonen und geschäftliche Aktivitäten von Unternehmen ein. Eine neue Dynamik entstand: Das Verhalten der Verbraucher änderte sich, Unternehmen passten sich den Einschränkungen und dem neuen Konsumentenverhalten an. Regierungen, Verbraucher und Unternehmen reagieren unentwegt auf den dynamischen Verlauf der Pandemie. Daher ist es wichtig, konjunkturelle Entwicklungen zeitnah zu erfassen. Die Pandemie hat die Verhaltensmuster von Verbrauchern und Unternehmen zum Teil in hohem Maße und womöglich dauerhaft verändert. Es ist unerlässlich, derartige Verhaltensänderungen zu verfolgen, und zu beurteilen, ob sie sich behaupten oder wieder von den früheren Gewohnheiten und Mustern verdrängt werden.

Herkömmliche Wirtschaftsdaten – über Beschäftigung, Einzelhandelsumsätze, Inflation, reales BIP etc. – sind schlicht ungenügend, um die aktuelle Wirtschaftslage zu verstehen, ganz zu schweigen von fundierten Prognosen über das Tempo der Erholung. Traditionelle Konjunkturdaten werden mit unterschiedlicher zeitlicher Verzögerung veröffentlicht, müssen oft revidiert werden und sind, wie die jetzige Krise zeigt, wegen Schwierigkeiten bei der Datenerhebung teils mit erheblichen Vorbehalten belastet. Um diesem Problem Herr zu werden, setzen Ökonomen auf das Konzept des „Nowcasting“ (Sofortprognosen), d. h. sie verwenden alternative Datenquellen, die Wirtschaftsinformationen nicht monats- oder quartalsweise, sondern tagesaktuell liefern. Bei der Analyse des Verhaltens von Verbrauchern und Unternehmen sind spezifische alternative Datensätze viel aussagekräftiger als hochaggregierte Berichte.

In diesem Report fassen wir zunächst zusammen, was verzögerte Wirtschaftsdaten über die Konjunktur und die Erholung von den pandemiebedingten Beschränkungen verraten. Wir wechseln dann die Perspektive, um folgenden vier wichtigen Fragen zum Thema Verhaltensänderung nachzugehen:

  • Wie groß ist die Bereitschaft der Verbraucher, sich in geschlossenen Räumen mit vielen Fremden aufzuhalten?
  • Wie zügig verläuft die Rückkehr der Angestellten in ihre Büros?
  • Wird sich das Aufkommen an Geschäftsreisen kurzfristig erholen?
  • Was verraten Nowcasting-Prognosen über das aktuelle Tempo der Erholung?

I. Was erfahren wir aus konventionellen Wirtschaftsdaten über die Konjunkturerholung – und was nicht?

Monatsdaten zur Arbeitsmarktlage in den USA belegen, dass die Erholung im Mai 2020 einsetzte, als nach dem Verlust von fast 21 Millionen Arbeitsplätzen im April dann wieder 2,7 Millionen Stellen besetzt wurden. Im Juli 2020 fehlten in der US-Wirtschaft noch immer fast 13 Millionen Arbeitsplätze gegenüber der Höchstbeschäftigung im Februar 2020, die unmittelbar vor dem Lockdown erreicht wurde.

Die wöchentlichen Daten über neue Anträge auf Arbeitslosengeld zeigen ein etwas entmutigenderes Bild: Jede Woche beantragen eine Million zusätzliche Antragsteller Arbeitslosenunterstützung, selbst im Juni und im Juli. Die höchsten Arbeitsplatzverluste wurden im April gemeldet, doch auch im Juli erfolgten weitere Entlassungen, als schon viele während des Lockdowns beurlaubte Arbeitnehmer ihre Tätigkeit wieder aufnahmen. Zudem enthalten die Daten zur Arbeitsmarktlage schwer zu erklärende Unstimmigkeiten. So weisen die Monatsdaten für den Juli 16.338.000 Beschäftigungslose aus, wohingegen alle Hilfsprogramme zusammengenommen 32.118.678 Antragsteller für Arbeitslosenunterstützung ergeben. Diesen Datendschungel zu durchforsten, ist eine nicht gerade triviale Herausforderung.

Die Daten zum BIP erscheinen quartalsweise, sind also noch weniger aktuell als die Arbeitsmarktdaten. Das reale BIP erreichte im 4. Quartal 20219 sein höchstes Niveau. Im 2. Quartal 2020 lag es 10,6 % unter dem Höchststand, März und April richteten den größten Schaden an. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass diese Daten revidiert werden. Ein Großteil der Wirtschaftsdaten für Juni 2020 – einschließlich Einzelhandelsumsätze, Exporte und Importe – wurde vom US-Handelsministerium für den vorläufigen Bericht zum realen BIP im 2. Quartal geschätzt. Schon die Hälfte des dritten Quartals ist verstrichen – die quartalsweisen BIP-Daten kommen zu spät, um Aufschluss über den aktuellen Stand der Konjunktur zu geben. Schauen wir, welche Erkenntnisse uns die alternativen Daten liefern.

II. Wie groß ist die Bereitschaft der Verbraucher, sich in geschlossenen Räumen mit vielen Fremden aufzuhalten?

In der unmittelbar nach der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) vom 29. Juli 2020 veröffentlichten Pressemitteilung vertrat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) eine äußerst vorsichtige Haltung zur aktuellen Verfassung der US-Wirtschaft. Die Fed erklärte: „Der Konjunkturverlauf hängt stark davon ab, wie sich das Virus entwickelt.“ Diese Einschätzung liegt zwar auf der Hand; doch wenn sich die Fed ausdrücklich in diesem Sinne äußert, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die Entwicklung des Virus und die Reaktionen von Verbrauchern und Unternehmen auf diese Entwicklung die Konjunktur stärker beeinflussen als Maßnahmen der Fed oder der Regierung. Anders gesagt: Die Fed kann, wie schon zuletzt, ein äußerst wichtiger Faktor bei der Schadensbegrenzung sein, doch der Verlauf der wirtschaftlichen Erholung hängt in sehr hohem Maße von der weiteren Entwicklung des Virus ab.

Jetzt zur wichtigen Frage: Wie haben sich die Verbraucher während des Höhepunkts der Pandemie, bei ihrem Abklingen und ihrem erneuten Anstieg verhalten? Wir ziehen Daten zu Restaurantbesuchen heran, um abzuschätzen, wie groß die Bereitschaft ist, sich in geschlossenen Räumen mit vielen fremden Personen aufzuhalten. Unsere Datenquelle ist Open Table®, ein beliebter Onlinedienst für Tischreservierungen in der Gastronomie. Open Table® liefert täglich aktualisierte Zahlen darüber, wie viele Menschen Restaurants am Vortag besucht haben. Die Angaben fassen Besuche des Innen- und Außenbereichs zusammen, sind also nicht perfekt, aber dennoch sehr informativ.

Im März und April waren fast alle Restaurants durch Regierungsbeschluss geschlossen. Die Wiederöffnungen erfolgten je nach Bundesstaat und Stadt zeitlich unterschiedlich gestaffelt. Klar zu erkennen ist, dass die Bereitschaft, ein Restaurant aufzusuchen, im Juni zurückkehrte: Am 21. Juni belief sich die höchste tägliche Besucherzahl auf etwa 40 % unterhalb des Werts vom Februar 2020. Danach trat das Virus in Teilen des Landes wieder verstärkt auf und im Juli gingen die extrapolierten Besucherzahlen wieder auf nahe 60 % unterhalb des Februarwerts zurück.

Was sagen die Besucherzahlen der Restaurants über die Bereitschaft der Verbraucher aus, wie vor der Pandemie einkaufen zu gehen, an Veranstaltungen teilzunehmen – und überhaupt sich an Aktivitäten in geschlossenen Räumen mit vielen unbekannten Personen zu beteiligen? Die Antwort ist eindeutig: US-Verbraucher sind nicht einmal halb so bereit, sich in geschlossene Räume mit unbekannten Personen zu begeben, wie vor der Krise. Der nach der Erholung im Mai und Juni aufgetretene Rückgang im Juli signalisiert, dass die Abneigung, sich Gruppen in geschlossenen Räumen anzuschließen, weder schnell noch leicht überwunden werden dürfte. Diese Daten sprechen dafür, dass in den USA die Erholung im Juli zum Erliegen kam. Wenn sich die Sofortprognosen ins Positive wenden, kann dies eine optimistischere Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage bewirken. Deshalb beobachten wir diese Indikatoren sehr genau, um etwaige Anzeichen eines Aufschwungs festzustellen.

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III. Wie zügig verläuft die Rückkehr der Angestellten in ihre Büros?

Als die Bürogebäude geschlossen wurden, mussten die meisten Angestellten von zu Hause aus arbeiten. Alles in allem ist der abrupte Übergang zum Arbeiten von zu Hause erfolgreich verlaufen. Zahlreiche Unternehmen verzeichneten sogar einen Anstieg der Produktivität. Inzwischen wird ganz selbstverständlich vom „Home-Office“ gesprochen. Einige Unternehmen verschieben die Rückkehr der Angestellten in ihre Büros – nicht nur aus Gründen des Gesundheitsschutzes, obwohl dieses Motiv im Vordergrund steht, sondern auch, um die Räume an eine Zukunft mit flexibleren Formen des Arbeitens anzupassen. Auf Dauer ist mit erheblichen Einsparungen im Immobilienbudget der Unternehmen zu rechnen.

Wie haben wir alternative Daten genutzt, um das Arbeiten von zu Hause und das Tempo der Rückkehr in die Büros zu analysieren? Unsere Wahl fiel auf das Verkehrsaufkommen von Pendlern in Großstädten. Als repräsentative Größen ziehen wir die Region New York City und den Bahnpendlerverkehr des Geschäftsviertels in Manhattan heran.

Das Passagieraufkommen der Pendlerstrecken in den New Yorker Norden (Metro North) und Osten (Long Island Railroad) ist stark rückläufig und verrät keine Anzeichen einer schnellen Erholung. An Werktagen liegt der Pendelverkehr rund 80 % unter dem Niveau von vor der Pandemie. Das Arbeiten von zu Hause hat sich eingebürgert und könnte für einen dauerhaften Wandel sorgen. Unternehmen begrüßen Einsparungen bei Büroräumen, Arbeitnehmer schätzen die größere Flexibilität.

Der mögliche Übergang in eine Kultur flexibler Arbeitszeiten und des Arbeitens von zu Hause hat folgenschwere Konsequenzen für Unternehmen, die davon leben, dass ein großer und steter Menschenstrom die Bürohochhäuser in den Geschäftsbezirken der Großstädte bevölkert. Es liegt nahe, dass die Gastronomie das vor der Pandemie gesehene Umsatzvolumen der sprichwörtlichen Geschäftsessen nicht wieder erreichen werden. Zuvor noch belebte Straßen würden geringeres Verkehrsaufkommen und sehr viel weniger Fußgänger verzeichnen. Für Einzelhandelsgeschäfte in den Geschäftsvierteln könnte dies äußerst nachteilig sein. Zahllose Anbieter wären betroffen, von Schuhputzern und Lebensmittelständen bis zu Geschäften für hochwertige Bekleidungsartikel und Accessoires. Kurzum, die Folgen einer potenziellen Verlagerung zum Arbeiten von zu Hause könnten die Geschäfte in den Innenstädten in eine Depression stürzen.

"Die wichtigste Erkenntnis ist: Die Erholung könnte ungleichmäßig verlaufen und für einige Sektoren und Standorte noch Jahre dauern."

IV. Wird sich das Aufkommen an Geschäftsreisen erholen?

Effiziente Softwarelösungen für virtuelle Geschäftssitzungen haben den Übergang zu einer Kultur des Arbeitens von zu Hause möglich gemacht. Anfänglich sahen sich viele Unternehmen mit allerlei Hürden konfrontiert, aber die Anbieter von Software für virtuelle Meetings bekamen die Schwierigkeiten schnell in den Griff. Solche Online-Meetings haben sich als erfolgreiche Alternative zu Geschäftsreisen bewährt – Unternehmen bleibt das Einsparungspotenzial nicht verborgen. Sicher werden auch künftig Geschäftsreisen unternommen, doch kann es sein, dass sie den Umfang von vor der Pandemie nicht mehr erreichen.

Den Indikator für Geschäftsreisen liefert uns die US-Transportsicherheitsbehörde (TSA) mit Daten über die Anzahl von Flugreisenden, die täglich die Sicherheitskontrollen an Flughäfen passieren. Erfasst werden Touristen ebenso wie Privat- und Geschäftsreisende. Ohne Geschäftsreisende dürfte die Zahl der Passagiere, die die Sicherheitskontrollen passieren, das Niveau von vor der Pandemie jedoch kaum erreichen.

Der Trend bei Flugreisenden entspricht dem aus der Gastronomie. Das Frühjahr brachte eine Erholung, die Ende Juni abriss, als das Virus wieder stärker grassierte. Derzeit sind die US-Fluggastzahlen um drei Viertel niedriger als vor der Pandemie. Sicher ist, dass bei Geschäftsreisen kaum eine Erholung eingesetzt hat, und es ist völlig unklar, wie stark sie 2020 und 2021 ausfallen könnte. Die Fluggastzahlen belegen, dass der im Mai beginnende und im Juni zunehmende Aufschwung im Juli wieder stockte.

V. Was verraten Nowcasting-Prognosen über das aktuelle Tempo der Erholung?

Im Folgenden fassen wir die Befunde unserer alternativen Datenquellen zusammen:

  • Die Bereitschaft von Privatpersonen, Gaststätten und überhaupt geschlossene Räume mit zahlreichen unbekannten Menschen aufzusuchen, ist weiterhin von Vorsicht geprägt.
  • Das Arbeiten von zu Hause könnte zur dauerhaften Einrichtung werden, zumindest für einen großen Teil der Angestellten. Flexiblere Arbeitszeiten und eine Kultur des Arbeitens von zu Hause könnten Dienstleister, Einzelhändler und Gastronomen in innerstädtischen Geschäftsvierteln auch nach Abklingen der Pandemie schwere wirtschaftliche Probleme bereiten.
  • Der Geschäftsreiseverkehr zeigt sich noch nicht wiederbelebt und könnte auf Dauer deutlich unter dem Niveau von vor der Pandemie verharren.
  • Viele Unternehmen überdenken ihren Immobilienbedarf und den Nutzen von Geschäftsreisen. Beide Posten haben hohes Einsparungspotenzial, weswegen das Arbeiten von zu Hause und das geringere Geschäftsreiseaufkommen von Dauer sein könnten. Fluggesellschaften, Hotels und Restaurants – sprich: Unternehmen, die auf Geschäftsreisende angewiesen sind – werden sich möglicherweise sehr viel langsamer erholen als der Rest der Wirtschaft.

Zurzeit, Mitte des 3. Quartals 2020, deuten die wöchentlich ausgewiesenen, neuen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung darauf hin, dass sich die Erholung am Arbeitsmarkt verlangsamt. Bestimmte Tätigkeiten sind wieder gefragt, andere Stellen nicht, was die Erholung am Arbeitsmarkt insgesamt verlangsamt.

Im 3. Quartal dürfte das reale BIP einen merklichen Anstieg verzeichnen, denn unsere alternativen Daten zeigen, dass die Julizahlen deutlich über denen vom April liegen, dem Tiefpunkt der Krise. Auf ihrer Website schätzt die Federal Reserve Bank of Atlanta in der Rubrik „GDP Now“, dass das reale BIP für das 3. Quartal um 5 % über dem 2. Quartal (tatsächlich, nicht annualisiert) und 6 % unter dem Spitzenwert aus dem 4. Quartal 2019 liegt.

Wir haben uns einigen Schlüsselfragen zum Verhalten von Verbrauchern und Unternehmen mittels Sofortprognosen auf Basis alternativer Datenquellen genähert – das Fazit:

  • Angesichts der vielfältigen Verhaltensänderungen von Verbrauchern und Unternehmen könnte die Konjunkturerholung unausgewogen und langwierig verlaufen.
  • Im Juli kam die Erholung ins Stocken, wiewohl das reale BIP im 3. Quartal 2020 deutlich über dem des 2. Quartals 2020, aber auch deutlich unter dem Spitzenwert aus dem 4. Quartal 2019 lag.
  • Wir verfolgen weiterhin die täglich aktualisierten Zahlen über Restaurantbesuche, Fluggäste und Bahnpendler: Diese wichtigen Frühindikatoren für Verhaltensänderungen könnten eine optimistischere Sicht auf die US-Wirtschaft auslösen, sobald man das Virus besser in den Griff bekommt.

Webinar: „Nowcasting“ für die US-Wirtschaft

Erfahren Sie mehr über alternative Daten und „Nowcasting“
im neusten Webinar von Blu Putnam.